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Gemeindebote Waldbüttelbrunn

WALDBÜTTELBRUNN

Schüler pflanzen Bäume

Vor zwei Jahren hatte ein Sturm viele der Fichten in der Nähe des Längssees einfach umfallen lassen. Den Rest erledigte der Borkenkäfer und ein Loch im Wald entstand. So ließ Revierförster Wolfgang Fricker eine größere Fläche frei machen, die bereits beim Grenzgang im August Ungläubigkeit bei der Bevölkerung hervorrief. Natürlich nicht, sagte er damals und nun war es soweit. In Zusammenarbeit mit der Tagesheimgruppe des Würzburger Vinzentinums, die in ihrer Projektwoche auch Erfahrungen im Wald sammeln wollten, wurden nun 125 Elsbeere und 125 Kirschbäume gepflanzt. Diese Arten gelten derzeit als klimaresistent und sind die Hoffnung vieler Waldbesitzer für die Zukunft. Mit einem Mischwald, wie er in unserer Gegend vorherrscht, kann man dem Klimawandel am besten begegnen, hoffen die Forstfachleute. Dabei weiß noch keiner genau, welche Bäume in Zukunft in unseren Wäldern stehen werden. Der bisher als gut angepasster Baum geltende Buche hatte in diesem Jahr enorme Schäden davongetragen (wir berichteten). Ob also Elsbeere und Kirsche die Zukunft sind, werden erst nachfolgende Generationen feststellen können. So ein Baum benötigt eben 100 bis 150 Jahre, bis er erntereif ist.
Den Schülerinnen und Schülern machte die Aktion sichtlich Spaß. Dank der von den Vinzenz-Werkstätten bereitgestellten Werkzeuge wurden kleine Löcher in den feuchten Boden gegraben, die Setzlinge vorsichtig hineingestellt und dann mit einem Stab gegen Umfallen gesichert. Zum Schluss noch eine Bissschutz-Manschette um den frisch gepflanzten Baum und ab ging es zum nächsten Standort. So ging die Arbeit schnell voran und Anja Hügel und Anton Klemm vom Vinzentinum waren sehr angetan von der Einsatzbereitschaft ihrer Schülerinnen und Schüler. Auch Bürgermeister Klaus Schmidt legte selbst Hand an bei der Pflanzung und klopfte mehrere Stabilisierungsstäbe in den Waldboden. Er hofft, dass die Neupflanzung lange Bestand haben wird und dem Waldsterben so ein Stopp gesetzt werden kann. Text & Bilder: Matthias Ernst