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Mageta Verlag
Gemeindebote Waldbüttelbrunn

GEMEINDE WALDBÜTTELBRUNN

Wildbienenschutz-Programm

Wie ein grüner Gürtel zieht sich auf einem Areal von 70.000 qm die Fläche um die Gemeinde Waldbüttelbrunn, auf der die Bedürfnisse speziell auf die Wildbienen abgestimmt sind. Streuobstwiesen, Kleinstrukturen mit Totholzanteilen, Stengelstrukturen, die nur einmal im Jahr oder nur in Teilbereichen gemulcht werden und Magerrasen, sind hier zu finden. Im Jahr 2014 wurde das „Wildbienenschutz-Programm“ offiziell begonnen. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Gemeinde dafür aber bereits immer wieder Flächen aufgekauft und ist heute Eigentümer von ca. 100 Hektar. Auf einer Fläche von gut 1,5 Hektar wurde in diesem Jahr Magerrasen mit regionalem Saatgut angesät. Bei den Standorten für die Wildbienen muss darauf geachtet werden, den Bedürfnissen der verschiedenen Honigsammler gerecht zu werden. Genauso wichtig wie ausreichend Nahrung sind Nistplätze. In einer Entfernung von höchstens 500 Metern sollten Nahrungsangebot und Brutplatz beieinander liegen. Wie die besser bekannten Honigbienen, ernähren sich auch die Wildbienen von Pollen und Nektar und ziehen damit auch den Nachwuchs auf.
Da durch die Intensivierung der Landwirtschaft, der zunehmenden Industrialisierung und der Versiegelung von Flächen die Strukturvielfalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, Nutz- und Ziergärten immer weniger werden, muss der Mensch eingreifen, damit für die Wildbienen auch weiterhin geeignete Pflanzen und Nistplätze vorhanden sind. In Waldbüttelbrunn ist dies Jürgen Steinmetz. Zusammen mit seinem Team pflegt er Streuobstwiesen, schneidet die Bäume im Winter, rupft Disteln und Ampfer aus den Magerwiesen und offenen Flächen und hält Hecken im Zaum.
Aber er sensibilisiert auch die nächsten Generationen für die seine Anliegen. So arbeitet er mit den Kindern der örtlichen Kindergärten und der Grundschule und bringt ihnen die Natur nahe.
In den vergangenen 30 Jahren hat er in seiner Heimatgemeinde viel erreicht und auf den Weg gebracht. Mit einem weiteren Projekt geht er in diesem Herbst an den Start. Eine neue Streuobstwiese mit 16 Hochstamm-Obstbäumen wird angelegt. Für die Bäume werden Paten gesucht, gerne auch Familien. Es ist ein Projekt, das den Kindern die Möglichkeit bietet, das Wunder der Natur im Jahreskreislauf zu beobachten. Wer Baum-Pate werden möchte, möge sich bitte melden bei Jürgen Steinmetz (Tel. 40 05 97) oder bei der Gemeindeverwaltung (49 704-0).